ENTWURF FÜR DAS KÖLNISCHE STADTMUSEUM

In der Innenstadt Kölns beherbergen das Zeughaus und die Alte Wache derzeit das Kölnische Stadtmuseum. Erbaut wurde das Zeughaus um 1594 auf Reststücken der römischen Mauer. Die Alte Wache folgte 1840. Nach den Bombardements des Zweiten Weltkriegs konnten nur die Außenmauern der Gebäude erhalten werden. Ihre inneren Kerne wurden in den fünfziger Jahren wieder aufgebaut.Das Gebäude wird den Anforderungen heutiger Museen jedoch nicht mehr gerecht und es wird aktuell nach Neukonzeptionen für das Kölnische Stadtmuseum gesucht.

Die historischen Strukturen besitzen ein großes Potenzial in Bezug auf einen musealen Kontext, den es zu unterstreichen gilt. Der Entwurf für das Kölnische Stadtmuseum im Zeughaus macht es sich neben den funktionellen Aspekten zur Aufgabe, den Wünschen und Vorstellungen seiner Nutzer und Besucher gerecht zu werden. Das Kölnische Stadtmuseum hat den Anspruch, möglichst viele Menschen unterschiedlicher Herkunft, Bildungsniveaus und Alters anzusprechen. Kulturelle Angebote sollten nicht nur für ein bevorzugtes Publikum sein. Architektur ist gesellschaftsrelevant.

Die vier Kernthemen des Entwurfs sind:

Römische Mauer als verbindendes Element
Wertschätzung des historischen Bestands
Eigenständige Gebäude bilden ein Ensemble
Städtebauliche Optimierung

Die drei Gebäude verschiedener Baustile sollen freistehend und gleichwertig sein. Der vorgelagerte Park, der durch die Verlegung der Straßenführung auf eine Seite der Gebäude ermöglicht wird, lockt potenzielle Besucher mit Ausstellungsstücken und Open-Air Veranstaltungen. Das Museum wird zum belebten Ort der Kommunikation für Kölner und Besucher der Stadt.

ZEUGHAUS
In dem ältesten der Gebäude befindet sich fast ausschließlich Raum für Ausstellungen. Erschlossen wird das Zeughaus über eine vier Meter breite Treppe mit einem Luftraum. Der Raum unter der Treppe wird für Filmvorführungen genutzt. Die tragenden Strukturen in der Mitte der Halle bilden Nischen, die zur Ausstellungsfläche werden. Die sonstige Fläche bleibt frei und kann sich den geplanten Ausstellungen nach Belieben anpassen.

ALTE WACHE
Das Kreuzgewölbe der Alten Wache wurde im Erdgeschoss rekonstruiert und soll im Neuentwurf erhalten bleiben. Die hohen, feierlichen Räume sollen eine semi-öffentliche Bibliothek beherbergen und dem Besucher zugänglich gemacht werden. In den oberen Etagen sind Büros für die Administration und Führungskräfte, sowie ein Seminarraum für Schulungen geplant.

NEUBAU
So geschlossen der Neubau von Außen wirkt, umso mehr überrascht er mit seinen großzügigen hohen Innenräumen. Das Foyer, der Museumsshop und das Café siedeln sich um einen begrünten Innenhof im Neubau an. Sie sind in direkter Sichtverbindung zu den Restaurationswerkstätten in den beiden oberen Etagen. Die Haupterschließung durch das Personal des Museums und der Gastronomie erfolgen unterirdisch durch das Parkhaus.

Herzlichen Dank an meine Betreuungsdozenten:
Jos Eliëns, Huub Frenken, Kitty van Loo und Teske van Royen

DESIGN FOR THE CITY MUSEUM OF COLOGNE

The city museum of Cologne is actually based in two historical buildings: "Zeughaus" and "Alte Wache", in the centre of Cologne. "Zeughaus" was built in 1594 on historical leftovers from the Roman wall. "Alte Wache" followed in 1840. Only the exterior walls of these buildings survived the bombardement of the Second World War. Their inner cores were rebuilt in the fifties. Today the buildings and their inner structures can not fulfil the expectations of modern museums anymore. New conceptions for the museum are strongly needed.

The historical context of the buildings combined with the function of a museum, are loaded with an enormous potential, which has to be accented. The new design for the city museum of Cologne has to fulfil technical requirements and people′s imaginations contemporaneously. It has the pretension to address people with different backgrounds, education and age. Culture should not be for a preferred target group only. Architecture is relevant for a society.

The main themes for the new design are:

Roman wall as a connecting element
Esteem of the historical material
Independent buildings become an ensemble
Optimization of urban structures


The architecture of the new building should incorporate the historical buildings next to it. They should become an ensemble of equivalent buildings, which are invisibly connected under the ground. If the existing streets would be combined at the backside of the buildings, the place directly in front of the ensemble could become a public park. There would be space for exterior exhibitions and open-air events. Thus, the city museum of Cologne becomes a place of communication for citizens and visitors of the city.

ZEUGHAUS
The oldest of the three buildings is reserved for exhibitions. The visitor enters this building through an enormous stairwell which is four meters wide and has a big airspace. The place beyond the stairs is used as a cinema. The constructive structures in the middle of the hall become part of vitrines. Therefore, the rest of the room can be used flexibly for expositions.

ALTE WACHE
The cross vault of the "Alte Wache" has been rebuilt in the fifties and should be reused in the new design. A semi-public library is placed in these high, festive rooms, so that the visitor can enjoy them. Offices are situated upstairs.

NEW BUILDING
The new building seems to be very closed from the outside but it surprises with high and light rooms inside. The foyer, a shop, and a café are placed around a green patio. Visitors get a direct impression of the restoration-workshops, located in the upper floors. The entrance for employees, combined with parking space and delivery, is hidden under the ground.